Die Wiem

Im Bruch, nahe Haus Donk gelegen, steht in einem Wäldchen am heutigen Kuckucksweg der Hunnix-Hof. Dieser Hof, auch Wiem genannt, wurde im Jahr 1259 von der Witwe Elisabeth Hunnix der Kirche zu Vorst geschenkt. Zu diesem Hof gehörten damals 55 Morgen Ackerland, Weiden und Busch. Diese sollten den Geistlichen von Vorst den Lebensunterhalt sichern. Vermutlich lebten geistliche Würdenträger seit dem Jahr 1131 in Vorst, da zu dieser Zeit die Reliquien des St. Godehard nach Vorst kam.

Das die Wiem als Wohnsitz der Geistlichen nahe bei Haus Donk und die Kirche nahe bei Haus Brempt stehen, ist ein Zeichen für die Verbundenheit der Herren dieser Adelssitze mit der Kirche von Vorst. Die Wiem war nun Pastorat und blieb es über 500 Jahre lang bis 1800. Eine enorme Zeitspanne, in der die Wiem eine wichtige Rolle in der Vorster Geschichte spielt. Heute befindet sich die Wiem in Privatbesitz und wird als historisches Gebäude oft wegen seiner versteckten Lage nicht wahrgenommen. Seit einiger Zeit steht ein Hinweisschild am Ende der Bruchstraße.

(Autor: Heinz-Josef Köhler)

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